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Disaffected: Spiritual Humanized Technology (Review)
| Artist: | Disaffected |
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| Album: | Spiritual Humanized Technology |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Progressive Metal |
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| Label: | Firecum Records | |
| Spieldauer: | 59:52 | |
| Erschienen: | 10.11.2025 | |
| Website: | [Link] |
Dass Musik speziell im progressiven Bereich nicht an vorderster Gefühlsfront kämpft, sollte klar sein, denn wenn sich der Frickelfinger auf seine Arbeit konzentrieren muss, dann muss der Kopf 120 Prozent geben. Dass sich aber beide Welten bisweilen sehr gut verbinden lassen (auch im Bereich des extremen Metals) haben u.a. Bands wie DEATH hinlänglich bewiesen.
DISAFFECTED versuchen sich an der Verquickung von Seele, Mensch und Technologie, was nicht nur im Albumtitel deutlich wird, sondern eben auch in Momenten der Musik, in denen sich Stücke wie „The Stream We Abide“ erstaunlich zugänglich geben.
Allerdings wirken viele Momente dieses Albums sehr spontan zusammengewürfelt. Das Zwischenspiel „Dreaming V (Lazarus Syndrome) etwa könnte an jeder Stelle der Tracklist stehen, ohne, dass sich ein spezieller Effekt einstellen würde.
Gleiches gilt für Songs wie „Sleeping With Aliens“. Das ist alles handwerklich gut gemacht und auch die verstärkten Anflüge von Melodie machen sich erstmal gut im Fluss des Songs.
Aber im Kontext des gesamten Albums kommt kaum ein erkennbarer Fluss der Musik auf. Vielmehr wirkt es so, als hätten DISAFFECTED die zehn Stücke unabhängig voneinander komponiert und dann beliebig aneinandergereiht, um die Albumspielzeit vollzubekommen.
Unter positivem Blickwinkel ließe sich jetzt argumentieren, dass „Spiritual Humanized Technology“ ausschließlich potenzielle Single-Kandidaten enthält, die dem verkopften Hörer nach Herzenslust die Lauscher verknoten. Allerdings bleibt hierbei jedweder Funke Gefühl auf der Strecke. Da können sich manche Melodien noch so melancholisch geben, es folgt immer ein Groove, ein Break, ein abstraktes Bassmotiv, das jeglichen Anflug von Tiefe zunichtemacht.
Ob das nun Absicht oder einfach Naivität ist, ist im Grunde egal. Denn wer sich die Lauscher mal verknoten lassen will, ohne sich wirklich bewusster Höranstrengung hinzugeben, der ist bei DISAFFECTED sicherlich nicht schlecht aufgehoben.
Wer aber auf der Suche nach echter Tiefe (egal ob emotional oder instrumental) ist, dem fällt möglicherweise auf, dass das Songmaterial, obwohl oberflächlich vielfältig und verkopft, unterm Strich doch relativ gleichförmig wirkt und auch deshalb echte Emotionalität missen lässt.
FAZIT: DISAFFECTEDs „Spiritualized Humanized Technology“ zeichnet ein Bild von fähigen Instrumentalisten, die aber reichlich verkopft an ihre Kunst herangehen und dabei den Fluss, die Intuition in ihrer Musik bisweilen außer Acht lassen. Die Musik klingt zwar technisch anspruchsvoll und ist instrumental auch tadellos bis beeindruckend umgesetzt, jedoch wirklich mitreißen kann das Album nicht. Dazu fehlt es an erkennbarer Tiefe und am nachvollziehbaren Drama.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Soul And Words
- The Stream We Abide
- In Silence Deep
- Dreaming V (Lazarus Syndrome)
- Sleeping With Aliens
- Resistance - The Age Of Digital Apocalypse
- Mind's Eye And The Darkness In There
- Here In Alpha
- Spiritual Humanized Technology
- In Every Dawn
- Bass - António Giao
- Gesang - José Costa
- Gitarre - Bruno Vicente
- Keys - Pedro Raimundo
- Schlagzeug - Manuel Teles
- Rebirth (2012) - 5/15 Punkten
- Spiritual Humanized Technology (2025) - 7/15 Punkten
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